Das Zerrüttungsprinzip der Ehe: die Scheidung

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, welche eine Ehe dermaßen zerrütten können, dass ein Zusammenleben für die betroffenen Parteien nicht mehr in Frage kommt oder ihnen der Ehebund beim besten Willen nicht mehr zugemutet werden kann.

Zu den häufigsten Gründen für eine Zerrüttung gehören:

  • körperliche Gewalt
  • physische Gewalt (seelisches Leiden)
  • Verweigerung des ehelichen Beischlafs
  • Fremdgehen
  • immer wiederkehrende Streitigkeiten

In der Regel kommt es meist zu einer Häufung von Ursachen und Auslösern, welche letztlich zum negativen Gesamtbild der Situation beitragen und somit das Ende einer Ehe und Partnerschaft bedeuten. Ein einzelner Grund ist in den seltensten Fällen Anlass für eine Trennung.

Wenn Eheverfehlungen vorliegen, so sollte man dennoch im Interesse aller Beteiligten nach einer einvernehmlichen Lösung suchen.

In diesem Fall ist eine Mediation sehr hilfreich, da diese außergerichtlich, neutral und fair ist und so ein kostspieliges, nervenaufreibendes Gerichtsverfahren vermieden werden kann, bei welchem sehr oft Entscheidungen getroffen werden, die nicht immer im Interesse aller betroffenen Parteien sind.

Weil jede Situation individuell zu betrachten und jedes Trennungs- und Scheidungsverfahren ebenso individuell zu beurteilen ist, gibt es im Gesetzbuch für das Zustandekommen eines Schuldspruchs keine genau definierten Angaben.

Bei im Ausland einvernehmlich stattgefundenen Scheidungen, ermöglicht es der Gesetzgeber aber sogar, dass etwaige Eheverfehlungen auch noch im Nachhinein gerichtlich festgestellt und geklagt werden können.

Zu berücksichtigen ist in gerichtlichen Scheidungsverfahren in jedem Fall aber, dass die bei Gericht immer wieder aufkommende Frage, wer denn nun am Bruch der Ehe die Schuld trägt, gerade in vermögensrechtlichen (Ehegattenunterhalt, Kindesunterhalt, offene Kredite, uvm.) und auch in sonstigen Angelegenheiten (etwa Sorgerecht) oftmals zu einem unerwarteten, negativen Endergebnis führen kann.

Um genau einen solchen Ausgang zu vermeiden, empfiehlt sich daher das kostengünstigere, vorrangige Hinzuziehen eines Mediators, welcher zwischen den Streitparteien in vermittelnder und beratender Funktion tätig ist und im Beisein und mit Hilfe aller Betroffenen eine außergerichtliche, einvernehmliche, für alle zufriedenstellende Lösung herbeiführt.