Grundsatz in der Mediation - Ergebnisoffenheit

Ergebnisoffenheit ist ohne gegenseitiges Vertrauen nicht möglich.

Damit dieses zustande kommt, muss dafür ein entsprechender Rahmen geschaffen werden, welcher es allen Parteien ermöglicht, ein offenes und ehrliches Gespräch führen zu können.

Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Bereitschaft zur Mitarbeit am Mediationsprozess vorhanden ist und man unvoreingenommen an die ganze Sache heran geht.

Denn nur, wer diese Einstellung zu dem Verfahren mitbringt, ist auch bereit, neue Lösungsmöglichkeiten zu finden und zuzulassen.

Wenn diese Einstellung fehlt, sollte der Ansporn, am Mediationsverfahren teilzunehmen und sich in dessen Raum zu bewegen, jedoch dann zumindest jener sein, dass man den entsprechenden Konflikt aus der Welt schaffen möchte.

Die Aufgabe des Mediators ist es an dieser Stelle dafür Sorge zu tragen, dass die Betroffenen ausreichend aufgeklärt werden und ihnen immer wieder aufs Neue die richtigen Anstöße gegeben werden, damit diese die Bereitschaft haben, neue Lösungen zu erarbeiten und zuzulassen.

Die Rolle des Unterstützers, welche der Mediator beim Grundsatz Ergebnisoffenheit einnimmt, führt letztlich dazu, dass die neu erarbeiteten Lösungen und Sichtweisen nicht unterbunden werden und man seine Meinung, sowie seine Ideen und Wünsche frei und ehrlich darlegen kann.